
2. Ausgabe Sommer 2002
Aus dem Inhalt:
Echtes Vorbild für die Jugend:
A. Eichhorn; Eröffnungsfest bringt Geld für Ferienprogramm; Vom Wilden Affen gebissen? Bingo und Paragliding; Auch beim Duathlon auf der Überholspur; Umbau Turnerheim: nach der Kerwe; PWV baut sich kleines Vereinsheim; Morlautern von oben;
Greifvögel fressen nur Omas; Christel Jungmann - Lizenz zum Walking; Zweites Erzählcafé...


Liebe Morlauterer! Das
Ferienprogramm der Morlauterer Vereine 2002 ist zu Ende. Es hat gezeigt, daß es sich bewährt hat und bereits nach drei Jahrenein etablierter Bestandteil im Jahresprogramm unseres Dorfes ist. Die Bemühungen der Jugendleitungen der sportlich
aktiven Vereine in Morlautern (ausgenommen des Sportvereins) haben sich herumgesprochen und die Qualität des Programms sowie das Engagement der beteiligten Helfer hatte wirklich Klasse. Jetzt steht als neues Highlight in unserem Dorf die
Turnerkerwe auf dem Programm. Wollen wir hoffen, daß auch hier die Qualität des Programms die Morlauterer überzeugt und zu guter Laune animiert!
Auch unser „Fritz" freut sich schon auf die Turnerkerwe 2002
Klick Ihn an !!!
„Ist das hier Sachsen oder Sachsen-Anhalt?" TVM zieht positives Fazit zum Turnfest in Leipzig
Mit 42 Turnern reiste der Turnverein Morlautern zum ersten gesamtdeutschen Turnfest nach dem „Mauerbau" nach Leipzig. Manche mit dem Zug, manche mit Privatauto und Wohnwagen, manche mit dem Bus
des Pfälzer Turnerbunds. Die erste Frage, die man sich am ersten Abend (Freitags vor Pfingsten) in der Kneipe „Nessy" stellte war: „Gehört Leipzig eigentlich zu Sachsen oder zu Sachsen-Anhalt?". Die befragte Wirtin mußte erst
nochmal nachfragen, so abstrus schien ihr die Frage. Logisch. Leipzig gehört zu Sachsen. So war der erste Kontakt zur Leipziger Bevölkerung hergestellt und wegen der freundlichen Bedienung klar: Hier schlagen wir unser abendliches
„Hauptquartier" auf: Treffpunkt der Turnfest-Besucher, die in der Friedrich-Schiller-Schule, dem Gemeinschaftsquartier des Turngau Sickingen, untergebracht waren. „Wenn der Hausmeister o.k. ist, ist das schon die halbe Miete", hörte
man die Turner beim Frühstück sagen. Und der Hausmeister war o.k. 24 Stunden täglich im Einsatz und trotzdem immer noch freundlich Auskunft erteilend auf Fragen wie: „Wo gibt´s Frühstück", „Wo sind die Duschen", „Wo kann man hier
Klopapier kaufen" etc.
Samstags der erste Turnfest-Einsatz: Andreas Eichhorn trug die Fahne des Pfälzer Turnerbundes beim (vierstündigen!) Festumzug. Nach dem Festumzug ging´s in die Innenstadt zum Stadtrundgang. Mancher Morlauterer blieb an der „Moritzbastei" hängen, auf der das traditionsreiche „Gothic-Wave-Treffen" zum 20. Mal stattfand. „Gothic-Waver" sind sonnenscheue, ruhige und völlig aggressionsfreie Mittelalterfans, die wegen ihrer vorwiegend schwarzen Kleidung oft irrtümlich mit „Satanisten" verwechselt werden.
Bereits am Sonntag fand der erste sportliche Wettkampf eines Morlauterers statt: Andreas Eichhorn turnte seinen (wahrscheinlich) letzten Jahn-Neun-Kampf in der beeindruckenden Neuen Messe Leipzig und erreichte mit gu
ten Leistungen einen zufriedenstellenden 22. Platz .
Montags ging die aktive Jazztanzgruppe des TVM an den Start. In einer, noch von DDR-Zeiten gezeichneten, Sporthalle des „Deutschen Ringerbundes" errangen sie einen, nach eigenen Angaben, etwas enttäuschenden 5. Platz im Pokalwettkampf zum Dance-Cup.
Dienstags waren keine Morlauterer am Start, die „Gothic-Waver" hatten ihr Jahrestreffen beendet und so konnten sich die Turnfestler voll auf das Erlebnis „Turnfeststadt Leipzig" einlassen. Die morlauterer Prellballer zogen nach der Vorrunde donnerstagsglücklich in die Finalrunde ein und belegten durch gute Leistungen den 10. Platz. Im Clara-Zetkin-Park lud die Turnfestmeile mit Handstand-TÜV und vielen anderen Stationen zur sportlichen Betätigung ein, in der Innenstadt waren Musikzüge und Turner-"Rudel" unterwegs. Eine „Piratenstadt" lud mit alten Handwerkskünsten und einem ganztags beschäftigten Alleinunterhalter ein.
Leipzig gab sich, ob der Olympia-Bewerbung für 2012, alle Mühe, zu gefallen. Der Präsident des Deutschen Turnerbundes, Rainer Brechtgen, sagte bei der Abschluß-Veranstaltung auf dem Leipziger Augustusplatz „ Es war kein Turnfest in Leipzig, es war ein Turnfest mit Leipzig" und bedankte sich so im Namen der 100 000 Gäste aus 4053 Vereinen und 53 Ländern für die Gastfreundschaft der Bevölkerung.
Die Daheimgebliebenen des TVM waren über die Aktivitäten ihrer Vereinskollegen in Leipzig durch die ausführliche Berichterstattung der Tageszeitung „Rheinpfalz" übrigens stets im Bilde über das Treiben der Morlauterer Turnfestler und werden sich vielleicht doch etwas geärgert haben, nicht mitgefahren zu sein. Die nächste Chance zur Teilnahme gibts beim Turnfest 2005 in Berlin!
sprechen eine eindeutige Sprache. Als Trainer führte er Steffen Leppla zur deutschen Vizemeisterschaft im Jahn-Neunkampf 1993: Der bis heute größte sportliche Erfolg des Turnverein Morlautern.
„Andreas Eichhorn ist in unserer Region ein Ausnahmeathlet, ein echtes Vorbild für die Jugend, denn sein Einsatz, seine Ausdauer und seine Freude am Sport ist heute längst nicht mehr selbstverständlich" schreibt das offizielle Mitteilunghsblatt des Pfälzer Turnerbundes „Pfälzer Turner" in seiner Ausgabe Juli 2002. Der Verantwortliche für Mehrkämpfe des Deutschen Turnerbundes, Holger Thomson, ließ TGS- Presse- und Kulturwart Wolfgang Booß die Ehrung in der Schwimmhalle Leipzig am Sonntag, den 19. Mai, vornehmen.
Mit einer Ansprache und einem Buchpräsent „Das Jahrhundert des Sports" be dankte sich Booß im Namen des Turngau Sickingen bei dem gerade 40-jährigen für seine Förderung des Nachwuchses und für seine diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten und wünschte ihm weiterhin viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg. Dem können wir uns vom Turnverein Morlautern nur anschließen!
Trotz schlechter Witterung fanden sich etwa 80 Leute am Ruhetalweiher ein, um das Ferienprogramm der Morlauterer Vereine einzuläuten. Eigentlich sollte das Fest zwei Wochen früher stattfinden, doch das Erreichen des WM-Finales der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft sprach eine eindeutige Sprache: Man mußte das Fest verlegen, um nicht das Risiko einzugehen, weder Helfer noch Gäste am Felsenweiher begrüßen zu können.
Der Nieselregen am Eröffnungsfest tat der Stimmung der Gäste keinen Abbruch, auch wenn die Kinder auf einige Teile des Spielfests verzichten mußten. PWV-Vorsitzender Horst Schmitt begrüßte die
Gäste mit einem „Appell an Magen und Gurgel", und forderte die Gäste auf, möglichst viel zu essen und zu trinken, da dies dem Wohl der Kinder und Jugendlichen in unserem Ort zugute kommt. Die Gäste (und Helfer) hielten sich an diese
Devise und so konnten sich die Jugendleitungen der morlauterer Vereine auf eine kleine finanzielle Spritze für das Ferienprogamm freuen.
Eröffnungsfest bringt Geld für Ferienprogramm
Vom wilden Affen gebissen? Verkehrsschule der Polizei besucht Turnerheim
Alle Kinder halten sich die Ohren zu. „Gleich wird die Sirene des Streifenwagens
ertönen" warnt Polizist Heil die morlauterer Kinder. Aus den umliegenden Häusern schauen Köpfe aus dem Fenster: Was ist denn wieder im Turnerheim los? Am 9. Juli besuchte auf Einladung des Sommerferienprogramms der Vereine die Polizei
das Turnerheim, um Informationen über das richtige Verhalten im Straßenverkehr und einen Einblick in die Arbeit der Polizei zu geben. Im Kofferraum des Streifenwagens befinden sich die Utensilien des Polizisten, die von den Kindern erraten
werden müssen: Verbandskasten, Warndreieck, Pylone, Kreide... Ein Entfernungsmeßgerät dürfen die Kinder selbst ausprobieren und damit den Tennisplatz ausmessen. „Sechsundsechzig Meter? Da hast du wohl noch den Rasen mit
gemessen" scherzt der Polizist, der sich freut,
daß das Interesse an der Polizeiarbeit so groß ist: „Wenn wir so ein Programm von der Verkehrsschule aus organisiert hätten, wären bestimmt nicht so viele Kinder gekommen" lobt Herr Heil das Engagement der Vereine. Zum Schluß durften sich
die Kinder noch in den Streifenwagen setzen und die verschiedenen Instrumente begutachten. „Wenn Interesse besteht, könnten wir ja im nächsten Jahr mal eine Vorführung mit der Hundestaffel machen" schlägt der Polizist vor und verteilte
noch einige Aufkleber, um die Kinder an das Tragen von Fahrradhelmen zu erinnern: „Wohl vom wilden Affen gebissen?" oder „Mal wieder Schwein gehabt!" steht darauf. Freundlich verabschiedeten sich die Kinder von ihrem „Freund und
Helfer" und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Bingo! und Paragliding Sommerferienstart mit dem Kinder- und Jugendzeltlager
Gleich am ersten Ferientag (Donnerstag, 4. Juli)
der Sommerferien 2002 gings wieder Richtung Annweiler. 75 Kinder und Jugendliche und 15 Betreuer wollten dabei sein: Beim Zeltlager des Morlauterer Ferienprogramms. Bereits in der Vorbereitung hieß es wieder: organisieren, planen, einkaufen.
Insgesamt mußten 11 Zelte am Gästehaus der Turnerjugend aufgeschlagen werden. Da die Anreise im letzten Jahr fast im Chaos geendet wäre, entschied sich die Jugendleiterin des TVM, Dagmar Joachim, in diesem Jahr für die Anreise mit dem Bus.
Die berüchtigte „Rinnthal"- Strecke ließ so manchen Mitreisenden blaß werden. Auf einer Umleitungsstrecke im Wald kurz vor der Ankunft begann das Abenteuer: ein großer LKW mit Anhänger kam dem Bus entgegen und ein zweiter nahm den Bus von
hinten in die Zange. Geschrei im Bus.
Im Schneckentempo einen halben Kilometer rückwärts auf einer abschüssigen Straße : „Hoffentlich werden die Bremsscheiben nicht zu heiß" meinte der Busfahrer und
Rainer B´s Bemerkung: „Das rote Lichtchen da vorne gefällt mir überhaupt nicht" sorgte für leichte Panik unter den Mitreisenden. Trotz dieser heiklen Situation kam der Bus samt Passagieren unbeschadet am Turnerjugendheim an. Manche Eltern
meinten es wohl zu gut und beluden die Taschen der Kinder so schwer, daß diese ihr eigenes Gepäck nicht tragen konnten und auf die Hilfe von Betreuern angewiesen waren.
Nachdem Kinder, Jugendliche und Betreuer ihr Quartier bezogen hatten war Zeit für den ersten Abend am Lagerfeuer. Freitagmorgen fand die Stadtrallye Annweiler statt und man erfuhr so einiges über das schmucke Städtchen an der Queich: Seit
wann Annweiler Stadtrecht besitzt (seit 1086) und wie die Burgen über Annweiler heißen (Trifels, Anebos, Münz) etc.
Da sich im letzten Jahr viele Kinder über zu viel Programm beschwerten, beschränkten sich die Betreuer auf wenige Themen: „Styling", „Zirkus", „Sonne, Mond und Sterne" hießen in diesem Jahr die Schwerpunkte. Der Renner in diesem Jahr war aber das Glücksspiel „Bingo!", das in allen Altersklassen seine begeisterten Anhänger fand. Als weitere Attraktion erwies sich ein Paraglider, der plötzlich und unverhofft auf dem Fußballplatz zwischen den Kindern landete und freundlich auf die Fragen der Morlauterer antwortete.
In der letzten Nacht fand traditionell wieder die Nachtwanderung statt, die in diesem Jahr besonders zum fürchten war: Jugendliche eines anderen Zeltlagers bereiteten sich eigentlich auf das Erschrecken ihrer Mitreisenden vor und erwischten jetzt zufällig die Morlauterer. Besonders den Jüngeren fuhr der Schrecken in die Glieder beim Anblick der vermummten Gestalten, deren Zähne blau und lila leuchteten und seltsame Töne von sich gaben. Eine Glocke läutete die „Geisterstunde" ein und so waren die meisten froh, als sie das Licht des Zeltlagers nach einer halben Stunde wieder erblickten.
Nach vier Tagen brachen die Morlauterer ihre Zelte ab mit der Vorfreude auf´s nächste Jahr: dann wird es zum ersten Mal ein Zeltlager für Kinder ( 6 bis ca.12 Jahre) und Jugendliche ( 13 bis 16 Jahre) in Odenbach am Glan geben.
P.S.: Es sind noch einige Kleidungsstücke, ein Schlafsack und Essutensilien im Zeltlager vergessen worden, die im Turnerheim abgeholt werden können.
Auch beim Duathlon auf der Überholspur
Nachdem Max Braun vom TV Morlautern schon auf den Kurzstrecken durch gute Spitzenplazierungen _ wie einen Sieg beim 1,1 km Crosslauf in Grünstadt oder einen hervorragenden zweiten Platz (½ Sekunde
hinter dem Sieger) beim 1 km Weinstrassenlauf in Bockenheim _ auf sich aufmerksam machte, suchte er neue Herausforderungen. Auf der für einen 11jährigen ungewöhnliche Mittelstrecke über 10 km, gelang es ihm mit Zeiten von 49:51 in
Kaiserslautern bzw. 47:22 in Neunkirchen im Gesamtklassement einen Platz im Mittelfeld zu erlaufen. Die zweite große Herausforderung zeigte allerdings auch ihm seine körperlichen Grenzen. Beim ersten Cross-Duathlon in Landstuhl erreichte er
nach 5,4 km Crosslauf & 19,3 km Crossbike mit einer beachtlichen Zeit von 2:01 Stunden unter den Erwachsenen einen drittletzten Platz _ aber hier zählte: Hauptsache angekommen. Der Grundstein für eine neue Begeisterung war gelegt _ Rad
fahren. So war es dann auch selbstverständlich, dass er für den Duathlon der SG St. Ingbert in Bliesmengen meldete. Und da der sportliche Erfolg ansteckend wirkt, wollte auch der jüngere Bruder Moritz nicht zurückstecken. Pech hatte Moritz
Braun bei seinem Debut in der Duathlon-Szene. Seine Altersklasse startete auf der Distanz 400 m Laufen _ 2,6 km Radfahren und weiteren 200 m Laufen. Durch einen technischen Defekt auf der Radstrecke, fiel er stark zurück und kam im
Endklassement nicht über einen 16. Platz hinaus. Im Gegensatz dazu lief es bei Max wieder wie am Schnürchen. Nach einem mäßigen Start konnte er auf der 1 km Cross-Laufstrecke einen 2 Sekunden Vorsprung herauslaufen. Auf den folgenden vier
Runden a 1,3 km Straßen-Radfahren und abschließndem 400 m Cross-Lauf vergrößerte er den Vorsprung auf beeindruckende 2 Minuten und verwies die Konkurenz auf die Plätze. Thomas Braun
Beginn der Um- und Anbaumaßnahme des Turnerheims: direkt nach der Kerwe
Am 15. November muß die Umbaumaßnahme (Toilettenvergrößerung- und verlegung) abgeschlossen sein, da dies der maßgebliche Termin für die Bezuschussung durch Sportbund und Stadt ist. Für die Schaffung von weiteren Lagerflächen wurden leider keine Gelder an den TVM ausgezahlt, da hier eine wirtschaftliche und keine sportliche Notwendigkeit gesehen wurde . Der Turnrat hat daraufhin beschlossen, den Anbau der Lagerflächen in Richtung Sportplatz aus Eigenmitteln zu finanzieren. Die Lagerflächen werden vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit, aber auch für größere Veranstaltungen benötigt.
Pfälzerwaldverein baut sich kleines Vereinsheim
Am ersten Mai hatte sie ihre erste Bewährungsprobe: Die PWV-Hütte der Ortsgruppe Morlautern am Nauwald. Neben der Austeilung der Maibrezeln und dem Feuerwehrfest an der Feuerwache hinter der Schule führte der PWV eine Maiwanderung mit anschl. Grillen auf ihrem Vereinsgelände durch -Bewährungsprobe bestanden!.
Morlautern von oben
Abwechslungsreiches Progamm der freiwilligen Feuerwehr am Turnerheim Morlautern
Am 27. Juli, ab 14.00 Uhr besuchte die Freiwillige Feuerwehr Morlautern das
Ferienprogramm der morlauterer Vereine und bot im Turnerheim eine Show, die nicht nur die 40 anwesenden Kinder, sondern auch die Erwachsenen begeisterte. Mit der Drehleiter durfte jedes Kind einmal mit einem Feuerwehrmann bis zu 30 Meter in
die Höhe schweben und sich Morlautern von oben anschauen. „Hast du den Wasserturm auch gesehen" fragten sie sich untereinander. „Ich konnte sogar bis zum Betze´ sehen" prahlte manches Kind sogar. Am Anfang des Programms stand die
Frage des Leiters der freiwilligen Feuerwehr Morlautern, Martin Gugel, an die Kinder: „Wißt ihr denn, was die Feuerwehr so alles macht?" Prompt kamen die Antworten: „Feuer löschen, umgefallene Bäume von der Straße räumenund zersägen,
Wasser aus dem Keller pumpen, Menschen retten". Erstaunt über so viel Wissen wies Martin die interessierten Kinder in die Details der Feuerwehrarbeit ein. „Hier haben wireine Atemmaske, die mit einer Sauerstoffflasche auf dem Rücken des
Feuerwehrmanns verbunden ist. Damit hat man immer seine eigene Luft dabei und muß nicht den Qualm z.B. in einem brennenden Haus einatmen", doziert er. Manche Kinder kennen sich schon sehr gut aus. „Das da ist ein B-Rohr:
Durchmesser 75 Millimeter" weiß der 11jährige Rainer Barthel zu berichten, der selbst schon bei der Jugendfeuerwehr ist. 600 Liter Wasser hat der Löschzug der freiwilligen Feuerwehr ständig dabei; das sind so viel, wie in drei Badewannen
gehen. Das reicht zum Löschen der meisten Brände . Falls das nicht reicht, wird das Wasser aus einem Hydranten herbeige holt. Kurzerhand wird auf der Freiherr-vom-Stein-Straße ein Schlauch an einem Hydranten angeschlossen und die Kinder
durften mit einem richtigen Feuerwehrschlauch spritzen. Manch einer stellte sich wegen des warmen Wetters gerne als „Spritz-Ziel" zur Verfügung. „Die Feuerwehr hat sich wirklich viel Mühe gegeben, das muß man sagen" freute sich die
Jugendleiterin des TVM über den gelungenen Tag am Turnerheim. „Wenn ich das gewußt hätte, was hier geboten wird, hätte ich meinen Fotoapparat mitgebracht. Hoffentlich macht ihr das im nächsten Jahr nochmal." freute sich eine Frau über das
gelungene Programm.
Kerweprogramm der Morlauterer Turnerkerwe 24. bis 27. August 2002 im Festzelt am Turnerheim
Samstag, 24.August:
20.00 Uhr: Partyband „No Problem" Sonntag, 25.August: 13.30 Uhr: Kerweumzug durchs Dorf, Montag, 26.August: 10.00 Uhr: Frühschoppen Dienstag, 27.August: 15.00 Uhr: Seniorennachmittag
anschl. Kerweredd` am Turnerheim und Unterhaltungsmusik mit dem Musikverein Erlenbach
20.00 Uhr: Tanz mit „Pina Colada"
20.00 Uhr: Tanz mit den „Lautrer Nachtschwärmern"
20.00 Uhr: Kerweausklang mit 80er-Jahre-Musik, Bei Einbruch der Dunkelheit:
Kerwebeerdigung
Greifvögel fressen nur Omas... Ein Sonntagsausflug zum Wildpark Potzberg stand am 21. Juli auf dem Programm des
Ferienprogramms. Highlight war hier der Besuch der Greifvogelschau. Der Falkner beruhigte: „Keine Angst, unsere Greifvögel fressen nur Omas, keine Kinder!" Dicht über den Köpfen der Besucher sausten die Falken und ein Greifvogel schnappte
sich sogar die Kappe eines Zuschauers. Die mitgereisten Morlauterer hatten ihren Spaß: Ob bei Flugschau, in Steichelzoo oder Wildpark.
Christel Jungmann: Lizenz zum Walking Übungsleiterin des TVM nimmt am DTB-Kursleiter-Lehrgang teil
Das Zertifikat „DTB-Kursleiter Walking" hat Übungsleiterin Christel Jungmann am Wochenende des 8. und 9. Juni im Turnerjugendheim Annweiler erworben. Das Interesse an diesem Sport ist riesig
und auch die insgesamt drei Lehrgänge des Pfälzer Turnerbundes waren restlos ausgebucht. Hier lernten die Teilnehmer/innen unter Anleitung von Landesfachwart Theo Halama und den Referentinnen Judith Brenneis und Claudia Kriegel die rich
tige Walking-Technik und wurden dazu befähigt, auf der Basis sportmedizinischer und trainingswissenschaftlicher Grundlagen ein zielgerechtes Walking-Training durchzuführen. Neben den über 10 verschiedenen Walking-Varianten waren die richtigen
Dehn-,Kräftigungs- und Entspannungsübungen, aber auch Organisation und Durchfühurung eines Walking-Kurses Schwerpunkt der Ausbildung. Weil sie bei diesem Kurs so viel Spaß hatte, entschloß sich Christel, im nächsten Jahr zusätzlich auch die
DTB-Übungsleiterlizenz erwerben.
„40 Prozent von Morlautern waren abgebrannt"
Thema im Zweiten Erzählcafe: Bombennacht im 2. Weltkrieg
Tonnenweise wurden die Brandbomben über Morlautern geworfen: Am 28. September 1944. In dieser Nacht
gab es nicht den sonst üblichen Voralarm. So wurden die Bewohner Morlauterns überrascht. Wie durch ein Wunder hatte das Dorf nur ein Opfer zu beklagen. Jupp Lorenz läßt die Besucher des Erzählcafés an seinen Erinnerungen teilhaben:
„Stellen sie sich vor: 80 Gebäude sind abgebrannt: Das war solch eine Hitze, daß die Glasscheiben schmolzen. Flüssiges Glas floß über den Boden. Viele Straßen waren ob der Hitze nicht mehr passierbar. Der Gestank von verbranntem Vieh zog durch
die Straßen". Nach der Bombardierung verloren viele Morlauterer ihr Hab´und Gut und mußten monatelang, teils jahrelang bei Verwandten oder Freunden wohnen. Manche/r hatte nach der Bombardierung weder Kleidung noch Eßbesteck ... Die
Kinder hatten damals weder Fußball, noch Fahrrad, noch Ferngals: Das einzige, was alle hatten, das waren: Kopfläuse! (lachen).
Hr. Lorenz zeigt Originalstücke einer Brandbombe. Dann erklärt er anhand einer Bombenattrappe die Funktionsweise einer solchen Bombe. Zur Demonstration zündete er ein Stück der Original-Brandbombe an. Funken sprühten aus dem fingernagelgroßen Stück. Leicht konnte man sich vorstellen, welche Wirkung eine ganze Bombe hatte. Lorenz holt ein Din A4-Blatt heraus, auf dem ein Plan von Morlautern gezeichnet ist. „Jedes Haus, das hier rot eingezeichnet ist, war zerstört. 40 Prozent von Morlautern waren abgebrannt".
„Wir konnten uns damals gar nicht vorstellen, was da passiert," erinnert sich Horst
Schmitt. „Für uns Kinder war das damals faszinierend. Erst, als wir damals von unserem Wohnhaus auf der Galappmühle nach Morlautern kamen, haben wir registriert, was da
passiert ist. Aber als Kind hat man das Feuer eher als großes Feuerwerk angesehen." Viele interessante Gespräche entwickelten sich noch im Laufe des Erzählcafes und
manchem wird mal wieder bewußt geworden sein, wie klein die Probleme in heutiger Zeit erscheinen. 
Interessierte Zuhörer: Erzählcafé im kath. Pfarrheim
Impressum: Herausgeber: TV Morlautern / Auflage 1300Stück/ Anzeigen und Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe: 15. Juli 2002
Mitarbeiter: Christine Braun, Konrad Frisch, Heike Heiner, Dagmar Joachim, Melanie Joachim, Leo Schermer, Andreas Schlicher, Martin Schmitt, ViSdP: Richard Henkel, Otterbacher Str. 13, 67659 Kaiserslautern,
Tel: 0631/79673, Fax: 0631/7500604, E-Mail: Anzeigenannahme: Martin Schmitt, Am Obergarten 4, 67659 K´lautern, Tel.: 0631/77992.
